Taiji Qigong Akademie  
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Wer regelmäßig Taijiquan übt, wird geschmeidig wie ein Kind,
gesund wie ein Holzfäller und gelassen wie ein Weiser

chin. Sprichwort

 
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Taijiquan (Tai Chi Chuan)

· Hintergrundwissen
· Gesundheitliche Aspekte
· Entspannung und Meditation
· Taijiquan- die sanfte Kampfkunst
· Die 10 Grundregeln nach Yang Chengfu
· Taiji-Lehrer Ausbildung

 

 

· Hintergrundwissen

Taijiquan (auch Tai Chi Chuan, oder kurz Tai Chi) ist eine alte in China entwickelte Kampfkunst, bei der die Bewegungen langsam und fließend aus der Entspannung hervorgehen. Die Entwicklungsgeschichte des Taijiquan begann wahrscheinlich im 15. Jahrhundert, jedoch wurden auch schon vorher sogenannte "innere Stile" in China entwickelt und trainiert. Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich das Taijiquan grundlegend. Die meisten kraftvollen, schnellen und kampfbetonten Anteile wurden durch entspannte, sanfte und langsame Bewegungen ersetzt. Taijiquan ent- wickelte sich dadurch mehr und mehr zu einer "inneren Kampfkunst" - einer Kampfkunst, die die "Innere Kraft" bzw. Lebensenergie (chin. Qi) fördert und zu einem Weg der persönlichen Reifung und robuster Gesundheit werden kann.
Während in China das kämpferische Partnertraining (Tuishou) besonders bei den jüngeren Taijiquan-Übenden verbreitet ist, tritt bei uns im Westen dieser kämpferische Gesichtspunkt häufig hinter den gesundheitlichen, entspannenden und persönlichkeitsentwickelnden zurück.

 

· Gesundheitliche Aspekte

Durch die langsam und fließend ausgeführten Bewegungen ist Taijiquan ein vorzügliches und sanftes Übungssystem mit positiven Auswirkungen auf Körpergefühl, Konzentration, Stressabbau, innere und äußere Ruhe usw.

Des Weiteren kann man es als ganzheitliches Gesundheitssystem sehen, welches das Qi, also unsere Lebensenergie, wieder in Fluss bringt und harmonisiert.

Übrigens: viele Ärzte und Thera- peuten empfehlen regelmäßiges Taijiquan-Training.
Siehe hier: Informationen


Taijiquan bessert

| Gelenkbeschwerden
| Knieprobleme
| Rückenbeschwerden
| Kopfschmerzen/ Migräne
| Herz-Kreislauf Probleme
| allgem. Schwäche
| Immunsystemschwäche
| Antriebslosigkeit
| innere Unruhe
| nervöse Beschwerden
| CED


Taijiquan fördert

| allgem. Gesundheit
| Selbstheilungskräfte
| innere Ruhe
| Entspannung
| Lebensfreude
| Ausgeglichenheit
| Selbstbewusstsein
| Lernfähigkeit
| Konzentration
| Körpergefühl
| Lebensenergie


· Entspannung und Meditation

Gerne bezeichnet man Taijiquan als "Meditation in Bewegung", bei der die Bewegungen, langsam und entspannt aus der eigenen Mitte heraus fließen. Entspannt zu sein, heißt dabei nicht, schwach oder kraftlos zu sein. Es geht eher darum, die ausschließlich körperliche Kraft loszulassen.
Entspannung heißt daher vor allem: entschleunigen, zur Ruhe kommen, still werden, seine Aufmerksamkeit im "Jetzt" sammeln. Dann, ganz im Sinne der Yin / Yang Philosophie, geht man aus der Ruhe in die Bewegung, und in der Bewegung findet sich wieder die Ruhe.

 

· Taijiquan- die sanfte Kampfkunst
Taijiquan ist eine der sogenannten inneren chinesischen Kampfkünste (chin: Neijia). Andere innere Kampfkünste sind z. B. das Baguazhang und das Xingyiquan.
Gerade beim Taijiquan gilt jedoch das Daoistische Prinzip, wonach das Weiche das Harte besiegt.
Daher wird beim Üben des Taijiquan weniger auf Geschicklichkeit, Körperkraft und Geschwindigkeit Wert gelegt, vielmehr wird das Erspüren und Lenken der Inneren Kraft (Qi) soweit kultiviert, dass man sich ganz aus dieser Inneren Kraft heraus zu bewegen vermag. Zuerst während des Trainings, danach immer mehr auch im Alltag. Die Entwicklung der Inneren Kraft (Qi) soll hauptsächlich der Gesundheitsförderung und der Persönlichkeitsentwicklung dienen, jedoch auch im Kampf anwendbar sein. Bei einem Meister des Taijiquan sollen die Innere Kraft (Qi) und innere Ruhe so deutlich für einen potentiellen Angreifer sichtbar werden, dass er seine Kampfkunst nie tatsächlich anwenden muss, da niemand mit ihm kämpfen will. Der Vollständigkeit halber muss man sagen, dass jedoch auch verschiedene sogenannte "äußere Kampfkünste" sich dieser Prinzipien bedienen. Es sei an dieser Stelle nur das Shorin-Karate und das Chuan-Fa genannt.

 

· Die 10 Grundregeln nach Altmeister Yang Chengfu

· Halte den Kopf leicht und natürlich aufrecht
· Lockere die Ellenbogen, lass die
  Schultern sinken
· Brust und Rücken sollen entspannt sein
· Lockere Deine Taille
· Verteile das Gewicht richtig (Fülle / Leere)
· Bringe Ober- und Unterkörper in Einklang
· Deine Bewegungen sollen fließen
· Geist und Körper sollen im Einklang sein
· Gebrauche Yi (Intention, Absicht), nicht
  rohe Kraft (Muskelkraft)
· Suche die Ruhe in der Bewegung und die
  Bewegung in der Ruhe

 


 

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